Chronik

22.05.2010: Rassistischer-Angriff in Berlin Prenzlauer Berg

In der Nacht vom 22.05.10 auf den 23.05.2010 kam es in der Lychener Straße zu einem rassistischen Angriff auf einen 25 Jährigen. Die 10 köpfige Gruppe der AngreiferInnen pöbelten ihn, laut Darstellung der Polizei, zuerst rassistisch an und griffen ihn mit Steinen, Flaschen, und Holzlatten an.Laut Medienberichten, wurde von vielen Menschen, trotz der Beobachtung des Angriffes, nicht interveniert.
Der Betroffene konnte sich erfolgreich wehren und flüchten. Er wurde leicht verletzt.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 12:12 Uhr Dienstag, den 25. Mai 2010 um 23:03 Uhr

   

Chronik 2008

11.11.2008

Ein Mann und sein Sohn werden im Prenzlauer Berg von einem älterem Mann ausländerfeindlich beleidigt. Der Unbekannte greift Vater und Sohn unvermittelt verbal an.


08.11.2008

Die NPD veranstaltet Greifswalder Straße / Erich-Weinert-Str. einen Infostand.


08.11.2008

In der Tramhaltestelle Schönhauser Allee wurde "Juden raus" geschmiert. Der Schriftzug wurde entfernt. Am nächsten Tag wurde der Schriftzug erneut entdeckt und entfernt.

 

06.11.2008

Im Umfeld des S-Bahnhof Schönhauser Allee entfernten Neonazis Antifa-Aufkleber und ersetzten sie durch Aufkleber für einen Naziaufmarsch im Dezember.

 

30.10.2008

Am Mittag steht ein Mann auf dem Bahnhofsvorplatz an der Schönhauser Allee und brüllt homophobe Parolen, u.a. "Tötet den tuntigen Bürgermeister!" und droht mit "Tötet die Roten- Tempelhof bleibt, wir sind da!".

 

23.08.2008

Unbekannte überfielen heute Morgen zwei Männer in Prenzlauer Berg. Die beiden 38- und 25-Jährigen wurden gegen 5 Uhr im Flur eines Hauses in der Danziger Straße von den Tätern zunächst mit homosexuellenfeindlichen Äußerungen beschimpft und anschließend geschlagen. Der 25-Jährige erlitt eine Prellung am Hinterkopf, als ihn einer der Täter von der Treppe herunter zerrte. Einer der Angreifer schlug dem 38-Jährigen ins Gesicht und mit einer Bierflasche gegen den Kopf.

 

30.06.2008

Am frühen Abend schallt aus der Wohnung einer 18-Jährigen in der Driesener Straße laute Musik mit rassistischen Texten. Passanten alarmieren darauf hin die Polizei. Diese trifft in der Wohnung auch auf einen 15- und einen 17-Jährigen. Sie beschlagnahmen das Notebook, von dem die Musik abgespielt wurde.

 

22.06.2008

Ein alternativer Jugendlicher wird am frühen Sonntag morgen gegen 1.15 Uhr am Cantian-Stadion in der Schönhauser Allee zunächst von einem 21jährigen Pankower wegen seines Äußeren beleidigt und anschließend unvermittelt geschlagen. Er muß sich mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus begeben. Die Polizei kann den Angreifer schließlich festnehmen.

 

29.05.2008

Rund um den Humannplatz werden Neonazi-Plakate entdeckt.

 

23.04.2008

Drei Männer rufen Naziparolen im Mauerpark. Spaziergänger wurden auf das Trio, dass auch antisemitische Äußerungen von sich gab, aufmerksam und alarmierten die Polizei. Diese konnte noch 2 Personen im Park stellen, der Dritte konnte entkommen.

 

12.02.2008

An der Prenzlauer Allee Ecke Erich-Weinert-Str. malen Nazis mit Kreide einen geschichtsrevisionistischen Slogan auf den Boden.

 

18.01.2008

Eine größere Personengruppe wartete gegen 23 Uhr an der Tramhaltestelle Schönhauser Allee (stadteinwärts) und skandierte rechte Parolen. Außerdem wurde der Hitlergruß gezeigt.

 

09.01.2008

Gegen 7 Uhr entdeckte ein Mitarbeiter des Lapidariums in der Schönhauser Allee, dass Unbekannte einen Kleinpflasterstein durch ein Fenster geworfen hatten. Am selben Tag wurden auch Beschädigungen an einer jüdischen Einrichtung in Westend festgestellt.

 

07.01.2008

In der Erich Weinert Straße wurden vor mehrere Tags "ANB" (plus Keltenkreuz) an Hauseingängen angebracht (Höhe Pappelalle Richtung Schönhauser).

 

05.01.2008

An der Straßenbahnhaltestelle "Schwedter Straße" (Richtung Hackescher Markt) wird der Schriftzug "Hooligans - Doitschland - Skineads" geschmiert, wobei der Buchstabe "O" immer mit einem Keltenkreuz ausgefüllt wurde.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. März 2010 um 22:36 Uhr Mittwoch, den 10. März 2010 um 17:42 Uhr

   

Chronik 2007

 

 

19.12.2007

Der Neonazi Mirko Tambach lungert vor dem Buchladen Schwarze Risse herum, bis er von einer Angestellten weggeschickt wird. Er verfolgt diese anschliessend ins Cafe Morgenrot, wo er hinausgeschickt wird.

 

05.12.2007

Rund 200 Polizisten durchsuchen insgesamt drei Wohn- und Aufenthaltsanschriften von Mitgliedern des Motorradclubs „Hells Angels Nomads Berlin“ in Berlin und Brandenburg - auch das Clubhaus in der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg. Im Clubhaus trafen die Polizisten fünf Personen an und nahm einen Mann wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorläufig fest. Ein Mitglied der Gruppe erhielt eine Strafanzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Symbole. Er hat eine Tätowierung mit verbotenen Zeichen auf der Brust.


01.12.2007

Unbekannte haben in der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember zwei Kirchen in Pankow mit Hakenkreuzen, „SS-Runen“ und rechten Parolen beschmiert. Der Pfarrer der Neuapostolischen Kirche in der Dunckerstraße in Prenzlauer Berg rief gegen 7 Uhr 30 die Polizei, nachdem er kurz zuvor an der Wand seiner Kirche die Parolen und Symbole entdeckt hatte. Die Schmierereien wurden mit schwarzer Farbe aufgetragen. Der Pfarrer sagte zu, die Schmierereien selbst zu entfernen. Ob es sich beim Aufbringen gleichartiger Parolen und Symbole an der Hoffnungskirche in der Elsa-Brändström-Straße in Pankow um dieselben Täter handelt, ist Gegenstand derzeitiger Ermittlungen. Zu erkennen waren an der Sandsteinwand ebenfalls unter anderem SS-Runen und Hakenkreuze in schwarzer Farbe. Auch hier hatte der Pfarrer die Polizei alarmiert, nachdem er die Farbe auf der kürzlich restaurierten und unter Denkmalschutz stehenden Kirche entdeckt hatte.


26.11.2007

Der Neonazi Mirko Tambach wird in den Raeumlichkeiten des Buchladens Schwarze Risse von Antifaschisten erkannt und des Ladens verwiesen.


25.11.2007

Einer fünfköpfigen Gruppe von Jugendlichen hat die Polizei in der vergangenen Nacht am U-Bahnhof Pankow einen Platzverweis erteilt, nachdem diese dort zuvor randaliert hatte. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes alarmierten gegen 22 Uhr die Polizei, als mehrere der rechten Szene zugehörige Jugendliche in der Vorhalle des Bahnhofs Alkohol tranken, Bierflaschen umherwarfen und Fahrgäste belästigten. Ein 22-Jähriger entblößte bei der Personalienfeststellung durch die Polizei seinen linken Arm und stellte ein tätowiertes Hakenkreuz öffentlich zur Schau. Außerdem fanden die Polizisten ein Messer und eine Patronenhülse bei einem 17-Jährigen aus Prenzlauer Berg. Gegen die Jugendlichen wurden Strafanzeigen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet.


04.11.2007

Zwei Männer haben am Sonntag in einem Kiosk im Prenzlauer Berg randaliert, rechtsradikale Parolen gerufen und den so genannten "Hitlergruß" gezeigt. Der Ladeninhaber wurde mit einem Elektroschocker bedroht und mit Flaschen beworfen, wie die Berliner Polizei am Montag weiter mitteilte. Der 36-Jährige, der leicht verletzt wurde, rettete sich in den Lagerraum. Die alarmierten Polizisten konnten die beiden Verdächtigen in Tatortnähe festnehmen. Einer der beiden 32-Jährigen habe erheblichen Widerstand geleistet, so dass ein Beamter anschließend von Rettungssanitätern behandelt werden musste.


19.10.2007

Zwei Personen werden gegen 23.30 Uhr am Kollwitzplatz von zirka fünf Neonazis im Black-Block-Style bedrängt.

 

15.10.2007

An einer Scheibe der Kultur- und Schankwirtschaft Baiz wird mit einem Stift ein umkreister Davidstern gemalt. Er wurde umgehend entfernt.

 

13.10.2007

Nazis schmieren in der Nacht zum Sonntag Hauswände im Bereich Erich-Weinert-Straße/ Schreiberstraße Keltenkreuze und das Kürzel "ANB" (Autonome Nationalisten Berlin). Zudem verkleben sie Aufkleber, welche zur Gewalt gegen linke und migrantische Menschen aufrufen.


28.09.2007

Auf einer Party in einer Kleingartenanlage an der Ecke Michelangelostraße/ Kniprodestraße provozieren und schlagen mehrere Nazis in "Thor Steinar"-Kleidung auf einen Jugendlichen ein und flüchten.

 

02.09.2007

In die Eingangstür des Arbeitsamtes an der Storkower Straße wird ein Davidstern geritzt.


25.08.2007

Vor dem Imbiss an der Prenzlauer Allee/ Ostseestraße schlagen in den frühen Morgenstunden 8 Neonazis mit Fäusten auf eine Gruppe von 3 Hip-Hoppern ein und verletzten diese leicht. Alle beteiligten Nazis trugen T-Shirts mit dem Aufdruck "Nordische Bruderschaft".

 

16.08.2007

Erneut wird am S-Bhf Greifswalder Straße "Juden Raus" geschmiert. Das Schriftbild und die Stiftfarbe stimmt exakt mit dem Chronikfall vom 17.5.2007 überein.

 

31.07.2007

Am Rand eines Testspiels gegen Gewalt und Rassismus zwischen dem BFC und Hertha BSC werden 4 AntifaschistInnen von rechten Fans angepöbelt und unter anderem als "Volksverräter" und "Judenschweine" bezeichnet.

 

20.07.2007

In der Nacht vom 19. zum 20.07.2007 wurde an eine Hauswand Prenzlauer Allee Ecke Kuglerstr. das Symbol eines Hakenkreuzes mit dem Beiwort Skins gemalt. Dazu der Spruch: SS gegen Juden. Das Ganze wurde bereits entfernt. Die Wand befindet sich gegenüber vom Bienenkorb (Kneipe die regelmäßig von Nazis besucht wird).


02.05.2007

Im Thälmann-Park wird erneut eine große Anzahl von rassistischen Aufklebern der NPD verklebt.

 

29.04.2007

Nahe des S-Bahnhofes Schönhauser Allee wird ein ein alternativer Jugendlicher von 4 Nazis mit "Good night, left side!" beschimpft.


24/25.04.2007

Fünf Fensterscheiben der Erdgeschosswohnung eines Nordostbeliner Antifaschisten werden, vermutlich von Nazis, eingeschmissen.

 

18.04.2007

Drei jugendliche Neonazis erblicken abends vor dem S-Bahnhof Greifswalder Straße einen linken Jugendlichen und beginnen sofort "Sieg Heil" zu brüllen.

 

10.04 2007

Vier Neonazis pöbeln in der Tram M4 Richtung Falkenberg migrantische Fahrgäste an und skandieren Landserlieder. Die Gruppe steigt schließlich Antonplatz aus.

 

03.04 2007

Bei der Bushaltestelle am Rosa-Luxemburg-Platz/Torstraße wurde "Frontstadt Berlin - Sieg Heil" geschmiert.

 

22.03.2007

Heute, gegen 13.30Uhr befanden sich zwei unbekannten Nazis im ANB-Style in der Ringbahn. Sie stiegen Schönhauser Allee ein, trafen dort auf eine Antifaschistin.Daraufhin griff der zweite Nazi die Antifaschitin an und verletzte sie unterm Auge. Am S-BHF Prenzlauer Allee stiegen die beiden wieder aus.


17.03.2007

An einem Aufgang des S-Bhf Greifswalder Straße wird mit einem roten Stift "Juden raus" geschrieben.


10.03.2007

Wohnungsdurchsuchungen – Schusswaffe beschlagnahmt

Beamte des Berliner Landeskriminalamtes haben im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Berlin gestern Mittag insgesamt sieben Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg durchgeführt. Dabei wurden Wohnungen sowie ein Vereinshaus eines Motorradclubs in der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg aufgesucht. In der Wohnung eines 28-Jährigen wurde eine scharfe Waffe mit dazugehöriger Munition gefunden und sichergestellt (Ziel des LKA waren die Berliner Hells-Angels).


02.03.2007

Abends werden ca. 8 linke Jugendliche im Thälmann Park von einer Gruppe von 10-15 Nazis angegriffen. Die Jugendlichen können sich jedoch erfolgreich wehren.


26.01.2007

In einer Kneipe in der Kastanienallee wird ein 39-jähriger Wirt rassistisch beleidigt und tätig angegriffen. Nachdem dieser vom seinem Recht auf Notwehr gebrauch macht und der stark alkoholisierte Angreifer eine blutende Nase davontragt, nimmt die Polizei Anzeige gegen den Wirt wegen Körperverletzung und gegen den Gast wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung auf.

 

23.02.2007

Bei der antifaschistischen Kundgebung gegen das Horst Wesselgedenken provozieren ca. 5 Nazis, erhalten jedoch nach kurzer Zeit einen Platzverweis.


03.01.2007

An der Tram-Haltestelle Husemannstraße wurde mit einem Marker eine SS-Rune geschmiert.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 04. Mai 2010 um 13:20 Uhr Dienstag, den 09. März 2010 um 17:36 Uhr

   

Chronik 2006

29.12.2006

Unbekannte haben an den Weihnachtsfeiertagen in Prenzlauer Berg mehrere Schilder gestohlen, die an Widerstandskämpfer gegen das Naziregime erinnern. Ein Anwohner berichtete, dass am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages fünf schwarz gekleidete Männer an der Ecke John-Schehr-Straße und Hans-Otto- Straße die Erklärungstafeln von den Straßenschildern gerissen hätten. Auch in der Bernhard-Lichtenberg-Straße seien Schilder gestohlen worden. Die Straßen waren 1974 von den DDR-Behörden nach Widerstandskämpfern benannt worden. Zuvor standen Namen ostpreußischer Städte auf den Schildern. Die Polizei erfuhr erst durch die Anfrage des Tagesspiegel von den offensichtlich politisch motivierten Taten. Wie viele Schilder zerstört wurden, konnte die Polizei nicht sagen. Auch dem Bezirksamt war der Diebstahl noch nicht aufgefallen, sagte Baustadtrat Jens-Holger Kirchner. Nach seinen Angaben hatte es in den vergangenen Jahren keine Proteste gegen die Straßennamen gegeben. Nach der Wende war intensiv über eine Rückbenennung diskutiert worden. In derselben Nacht hatten Neonazis in Hohenschönhausen ein Hakenkreuz an das sowjetische Ehrenmal in der Küstriner Straße geschmiert.

 

25.12.2006

In der Kastanienallee beobachten PassantInnen am Abend, wie mindestens 6 Neonazis ein Fahrzeug mit "SS" und Hakenkreuzen beschmieren und „Heil Hitler" und „Sieg Heil“ rufen. Später bedrohen sie in der Nähe der Bornholmer Str./ Wisbyer Straße einen angeblich alternativen Mann und werfen eine Flasche nach ihm. Fünf von ihnen wurden anschließend von der Polizei gefasst.

 

04.11.2006

Am Fußgängerübergang Lilli-Henoch-Straße werden 5 Hakenkreuze mit Kreide auf die Tür eines Trafohauses geschmiert. Die Nazischmierereien werden umgehend entfernt.

 

21.10.2006

Am Senefelder Platz wird eine Tafel zum Thema "Jüdisches Leben im Prenzlauer Berg" mit "SS", Hakenkreuz und "Sieg Heil" beschmiert.

 

29.09.2006

Im Umfeld der Kneipe "Sparstrumpf" in der Greifswalder Straße werden zahlreiche bekannte Berliner Neonazis gesichtet. Mit dabei u.a. Nicole Stenzel, Stefanie Piehl, Sebastian Schmidtke und Richie Franke.

 

28.09.2006

Rechte beschmieren in der Nacht die Mauer des Lapidariums des Jüdischen Friedhofs in der Schönhauser Allee mit antisemitischen Sprüchen.

 

13.09.2006

Gegen 23.00 Uhr hängen ca. 20 Nazis NPD-Plakate an der Kniprode / Storkower Straße auf.

 

11.09.2006

Dritter NPD-Stand an der Thomas-Mann-Str. vor dem Mühlenberg-Center. Vier NPDler verteilen, während vier weitere unauffällig gekleidete Personen den Stand bewachen. Ein dabei zufällig vorbeigehender Passant/Tourist mit Kamera wird von den Wächtern umringt und erst nach der erzwungenen Ansicht seiner Digitalfotos entlassen.

 

02.09.2006

NPD-Stand wieder am S-Bhf Greifswalder Str.: Ca. 8 NPD-Nazis, darunter der NPD-Vorsitzende für Pankow Jörg Hähnel, belästigen die AnwohnerInnen mit ihrer Propaganda. Später gesellt sie sich in die Nazikneipe Sparstrumpf.

 

02.09.2006

Polizei-PM

Ein Polizeibeamter soll gestern Abend um 21 Uhr in der Prenzlauer Allee in Pankow während der Demonstration zum Thema „Nazistrukturen aufdecken und bekämpfen“ einem 22-jährigen Versammlungsteilnehmer in den Bauch getreten haben, so dass dieser kurzfristig bewusstlos wurde. Zuvor hatte es eine Rangelei zwischen Polizisten und Versammlungsteilnehmern gegeben, bei der der Mann zu Boden fiel und sich eine Kopfplatzwunde zuzog. Anschließend soll ein noch nicht ermittelter Beamter dem 22-Jährigen mit dem Fuß in den Bauch getreten haben.

 

24.08.2006

Gegen Abend wird ein Kameruner an der Ostseestr. / Ecke Goethestr. von drei Männer angegriffen. Die Gruppe, die dem Aussehen nach der rechten Szene angehören , hatten das Opfer mit einem Schirm geschlagen, angespuckt und rassistisch beleidigt. Zeugen beobachteten den Vorfall und alarmierten die Polizei. Das Trio konnte flüchten.

 

22.08.2006

Die NPD baut einen Stand am späten Vormittag vorm Kaisers an der S-Bhf Greifswalder Str. auf. Ca. 6 NeofaschistInnen verteilen Propaganda der NPD, die zum größten Teil von den PassantInnen sofort im Müll entsorgt wird. Der Stand wird von zwei Nazi-Schlägern bewacht.

 

20.08.2006

Ein 27-jähriger Sudanese wird Opfer eines rassistischen Übergriffs an der Dänenstr. Ecke Schönhauser Allee. Zunächst wird er vor einem Imbiss von einem Mann angespuckt und mit einer Bierflasche auf Kopf und Schulter geschlagen. Später stoßen drei weitere Männer hinzu. Sie schubsen ihn in der Gruppe hin und her und beleidigen ihn. Als das Opfer sich losreißen kann, fliehen die Täter mit der S-Bahn.

 

19.08.2006

Ca. 250 Neonazis marschieren unter massivem Polizeischutz durch Prenzlauer Berg bis zum S-Bahnhof Bornholmer Straße. siehe Indymedia

 

12.08.2006

Gestern Abend gegen 22.30Uhr wurde in der Greifswalder Str (vorm Knaack) von der NPD plakatiert. Neben den drei Personen, die klebten, waren etwa 10 im näheren Umfeld am checken, drei alternativ aussehende standen vorm Knaack und gingen erst als ihnen per Taschenlampe Bescheid gegeben wurde von 2 sehr kräftig aussehenden Faschos weit hinter den Plakatierenden.

 

10.08.2006

Zwei Nazis zeigen vor dem Thälmann-Park, an der Statue, am Nachmittag den Hitlergruß.

 

09.08.2006

Ein 15x15 cm großes Hakenkreuz wird an der Straßenbahnhaltestelle Kniprodestr./ Danziger Str. geschmiert. Daneben der Spruch "Türken raus".

 

03.08.2006

Ein 33-Jähriger kamerunischer Herkunft wird abends von drei, als rechts erkennbaren Männern rassistisch beleidigt, bespuckt und mit einem Schirm geschlagen und an der Schulter und im Gesicht verletzt.

 

Anfang August 06

Nazis hängen Wahlplakate der NPD in der Ostseestraße und Wisbyer Straße auf.

 

29.07.2006

Ein Mann kamerunischer Herkunft wird auf dem Weg von der Diskothek „DT“ zum S-Bahnhof Greifswalder aus einer zehn bis zwölfköpfigen Gruppe heraus rassistisch beleidigt, zusammengeschlagen und getreten. Er erleidet schwerste Verletzungen am Kopf und muss wochenlang stationär im Krankenhaus behandelt werden.

 

13.07.2006

Um 18 Uhr pöbelt eine Gruppe von sechs Neonazis (zusammen mit Richie Franke) im "autonomen" Look drei vermeintlich alternative Jugendliche an. Der Vorfall ereignete sich, wie schon des Öfteren, in der Nähe des S- Bhf. Prenzlauer Alle.

 

30.06.2006

Mehrmaliger Angriff auf einen Jugendlichen am Abend. Der erste Übergriff erfolgte am S-Bahnhof Greifswalder Str., wo das besagte Opfer bei einem Streit einschritt, wo ein Mann seine Frau sexistisch beschimpfte und körperlich bedrängte. Beim Versuch der Unterbindung wurde er mehrmals mit der Faust geschlagen. Wenige Minuten später wurde er ein weiteres mal von einer Gruppe Nazis angegriffen. Der zweite Vorfall ereignete sich auf Höhe Greifswalder Str. / Ecke Ostsee Str.

 

18.06.2006

Eine Afroamerikanerin wurde gegen 17:45 Uhr auf dem Flohmarkt am Mauerpark von einem Standbesitzer rassistisch beschimpft, als sie sich Kleider ansah. Dann packte der Mann sie am Arm und schubste sie vom Stand weg. Nachdem sie die Flohmarkaufsicht zu Hilfe geholt hatte, wiederholte der Standbesitzer die rassistischen Beschimpfungen.

 

17.06.2006

Mehr als 20 Nazis sammeln sich in der Kneipe "Sparstrumpf" während einer antifaschistischen Demonstration und warten darauf, diese zu provozieren. Bereits im Vorfeld der Demonstration wurden 3 Linke von zehn Nazis am Bahnsteig des S-Bahnhofes Greifswalder Straße angepöbelt und provoziert und am Aussteigen behindert.

 

13.06. 2006

Ein dunkelhäutiger Mann und seine Begleiterin werden an der Ecke Greifswalder-/Danziger Straße aus einem Auto heraus angepöbelt und bedroht.

 

05.06.2006

Vierzigjähriger Franzose wird am Abend des 5.6. in der Schliemannstr. von einem 22jährigen zuerst rassistisch angepöbelt und dann verfolgt. In der Höhe Dunckerstr. wird ersterer mit einer Glasflasche beworfen. Ein zu Hilfe eilender zweiter Passant wird bedroht. Später wird der alkoholisierte Angreifer in seiner Wohnung von der Polizei aufgegriffen.

 

25.05.2006

In der Schönhauser Allee wird gegen 15.40 ein Mann türkischer Herkunft, von vier Männern getreten und geschlagen. Zu Beginn des Angriffs wird die Freundin des Geschädigten aus einer Gruppe von vier Männern heraus, die dem Äußeren nach der rechten Szene zuzuordnen sind, geschubst. Es gibt ein Handgemenge, in dessen Verlauf die Angreifer rassistische Parolen rufen. Der Geschädigte erleidet Prellungen an Kopf und Oberkörper und muss ambulant im Krankenhaus behandelt.

 

25.05.2006

"Vatertag" auch in Friedrichshain. In der Friedenstr. greifen etwa 15 rechte Jugendliche PassantInnen an. Am Ostkreuz kommt es gegen 22 Uhr zu einem Übergriff einer 12-köpfigen Gruppe Neonazis u.a. Sebastian Schmidtke und Stefanie Piehl, auf einen Jugendlichen. Er wird mit einer Kette im Gesicht verletzt. Drei der AngreiferInnen werden von der Polizei festgenommen. Darunter auch Stefanie Piehl (JN-Stützpunktleiterin Nord-Ost).

 

14.05.2006

Fremdenfeindliche Körperverletzung

Heute früh gegen 1 Uhr griffen drei unbekannte Täter in der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg einen Italiener an. Das 30-jährige Opfer war von den Tätern nach seiner Nationalität gefragt worden. Als er antwortete, dass er Italiener sei, beschimpften ihn die Männer mit den Worten „Scheiß Ausländer“. Danach schlug ein Täter mit einem Baseballschläger zu und verletzte den Mann am Kopf sowie am rechten Knie. Die Angreifer flüchteten in unbekannte Richtung. Der 30-Jährige kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus und wurde sofort operiert. Die Angreifer, die als kahlköpfig beschrieben wurden, trugen schwarze Bekleidung.

 

28.04.2006

S-Bahnhof Prenzlauer Allee Gegen 16 Uhr pöbeln drei angetrunkene Männer zwischen 28-35 Jahren einen Mann mit schwarzer Hautfarbe auf der Treppe im S-Bahnhof Prenzlauer Allee an. Sie brüllen in seine Richtung „Deutsche Jäger töten leise“. Auf dem Bahnsteig befinden sich drei weitere Männer, die in die Rufe mit einstimmen. Der Schwarze flieht in den Eingang des nahe gelegenen Supermarktes, während die Männer auf dem Bahnsteig weiter rufen.

 

19./20.04.2006

Mehr als 15 Nazis feiern in der Kneipe "Bienenkorb" den Geburtstag Adolf Hitlers. Weitere Nazis ziehen durch Prenzlauer Berg Richtung Weißensee, um den "Führergeburtstag" am Weißen See zu begehen.

 

12.04.2006

Seit einiger Zeit wird ein vermeintlicher Alternativer wiederholt in der Siedlung am Thälmann-Park vom Neonazi Richie F. terrorisiert.

 

11.03.2006

Prenz'l Berger Nazis marschieren in Halbe und gedenken den gestorbenen Kriegsverbrechern der SS und Wehrmacht.

 

06.03.2006

Eine Gruppe alternativer Jugendlicher wird gegen 21 Uhr in der Straßenbahn M10 von Nazis angepöbelt und geschubst. Zwei der Jugendlichen werden mit Fäusten geschlagen. An der Straßenbahn-Haltestelle Kniprodestraße/Danziger Straße wird einer der alternativen Jugendlichen von vier der Nazis gegen das Wartehaus gedrückt und mit Fäusten geschlagen.

 

04.03.2006

Am S-Bhf. Greifswalder Straße wird eine Gruppe linker Jugendlicher von ca. 15 Jugendlichen als „Scheiß Punker! Beschimpft. Der Vorfall ereignetet sich am Abend.

 

22./23.02.2006

Zwischen Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße werden vereinzelt Aufkleber verklebt, welche den Nationalsozialisten Horst Wessel glorifizieren.

 

16.02.2006

Nazi-Angriff auf einen vermeintlich linken Jugendlichen am S-Bahnhof Greifswalder Str. mit anschließenden Drohungen.

 

16.02.2006

S-Bahnhof Greifswalder Straße Ein linker Mann wird von einem bekannten Rechten im S-Bahnhof auf der Treppe mit der Schulter in den Bauch gerammt. Beim Weggehen droht der Angreifer, dass es beim nächsten Mal schlimmer werden würde.

 

15.02.2006

Unweit der Kneipe "Sparstrumpf" an der Straßenbahnstation M10 (Richtung Eberswalder Str.) finden sich rassistische Schmierereien mit den altbekannten hohlen Sprüchen "Juden raus" und "Türken raus".

 

06.02.2006

Am Abend gegen 21:00 Uhr attackieren vier Nazis einen alternativen Jugendlichen in der Straßenbahnlinie M10. Sie drückten ihn gegen ein Wartehaus und schlugen mit Fäusten auf ihr willkürlich gewähltes Opfer ein. Ein paar Stunden vorher pöbelte der bekannte möchtegern-autonome Neonazi Sebastian S. (siehe Link) am S-Bahnhof Greifswalder Straße einen linken Jugendlichen an.

 

21./22.1.06

In der Nacht Samstag auf Sonntag , ca. 1:30h im Hof der Kulturbrauerei: ca. 6-8 Nazis prügeln sich mit einer etwas größeren gruppe MigrantInnen. Nazis pöbeln: "scheiß Neger, ihr seid keine deutschen" etc. pp. es gibt auf beiden Seiten (leicht-)verletzte, die Nazis ziehen sich dann aber zurück Richtung Danzigerstr. waren eher proll- und glatzennazis, die besoffen auf Partytour waren.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 16. März 2010 um 04:04 Uhr Samstag, den 06. März 2010 um 17:45 Uhr